Komplexes Regionales Schmerzsyndrom (CRPS) oder
Morbus Sudeck

Ärztliche Behandlungen

Die ärztlichen Behandlungen sind primär auf eine Schmerzlinderung, Verbesserung der Stoffwechsellage und Unterstützung der Ergo- und Physiotherapie ausgerichtet. Akupunktur, Infusionen und schmerzlindernde Medikamente werden dabei häufig eingesetzt. Bei starken Schmerzen ist oft eine Kombination der Methoden notwendig.

Gerade in den ersten Monaten ist die Betäubung des Stressnervensystems (Sympathikusblockaden) gut gegen den Schmerz und wirkt oft positiv auf den Heilungsverlauf (z. B. Stellatumblockaden für den Kopf und den Arm).

Der Einsatz von Nervenblockaden und Schmerzkathetern wird zunehmend zurückhaltend beurteilt.

Schmerzkatheter sind sehr dünne Kunststoffschläuche, über die mehrfach täglich ein verdünntes Lokalanästhetikum (örtliches Betäubungsmittel) an die entsprechenden Nervenstämme eingespritzt wird. Damit werden eine Muskelentspannung, Mehrdurchblutung und eine Förderung des Stoffwechsels erreicht, die die physiotherapeutischen Behandlungen unterstützen und den Heilungsverlauf fördern können. Andererseits sind die Risiken eines Katheterverfahrens gegen die Vorteile abzuwägen. Eine physio- und ergotherapeutische Beübung ohne Blockierung der Schmerzleitbahnen bringt in einigen Fällen sogar Vorteile.

Die Möglichkeiten der ärztlichen Behandlungen sind bei Krankenhausbehandlungen deutlich besser als bei Rehabilitationsbehandlungen.